Wie die meisten "echten" Linux-User erlaube ich natürlich auch gerne einen Einblick wie bei mir die tägliche Arbeitsumgebung aussieht.
Bei Fragen zu einzelnen von mir auch verwendeten Programmen versuche ich selbstverständlich gerne zu helfen.
Obwohl man das als Profi eigentlich nicht darf, verwende ich mittlerweile recht gerne das "K Desktop-Environment" (KDE). Diese Oberfläche hat den Anreiz vor allem für Computerneulinge sehr einfach bedienbar zu sein. Manche sagen, KDE hätte das Zeil möglichst ähnlich zu Windows zu sein. Ich glaube dass das nicht das Ziel sein kann, denn KDE ist mehr als nur ein Klon. Da sich die freie Wahl der grafischen Oberfläche leicht in einen Glaubenskrieg ausdenhnen lässt, möchte ich hier betonen, dass ich auch schon Gnome (die grafische Oberfläche mit einer ähnlichen Zielgruppe aber anderer Umsetzung) verwendet habe und die jeweiligen Vorteile beider Systeme schätze. Momentan gefällt mir halt KDE besser. ;-)
Wie fast alle Programme die ich verwende, lässt sich auch KDE extrem flexibel einstellen. So kann man zum Beispiel das "Panel" transparent machen und erhält dann zum Beispiel das Bild auf diesem Screenshot[1]
Eines der bsonderen Gimmicks ist z.B. der Schnellanzeiger[2], der das Dateisystem auf einen Klick zugänglich macht. Dabei auch sehr nett: Meine Menüs werden teilweise transparent dargestellt.
Eine Funktion, die mir jedes Mal aufs neue fehlt, wenn ich an einem Windows-PC arbeiten muss ist die intelligente Dateivorschau des Dateimanagers Konqueror. Man kann sich zum Einen kleine Minibilder für alle Bilddateien in einem Verzeichnis ausgeben lassen, oder man fährt einfach mit der Maus darüber und erhält eine etwas größere Vorschau des Bildes mitsamt einiger Informationen, die die benutze Digitalkamera automatisch in die Bilddatei mit eingespeichert hat. Einen Screenshot der beiden beschriebenen Funktionen gibt es unter [3].
Wer mehrere Rechner sein Eigen nennt und öfter Dateien von einem Rechner auf den anderen kopieren will, wird bald merken, dass es geschickt wäre, wenn der Dateimanager den Inhalt des Dateisystems von beliebigen anderen Rechern auch anzeigen kann. Et violà: Konqeror kann das. Natürlich nicht mit jedem beliebigen anderen Rechner, sondern mit den Rechnern auf die man SSH-Zugriff hat. Wenn man SSH mit Public-Key-Authentication benutzt und man sich ohne Passwort einloggen kann, dann fragt konqueror garnicht mehr nach und ansonsten wird nach Benutzername und Passwort gefragt.[4]
Screenshots:
Alles was ab hier kommt ist auf dem Stand von Mitte 2003, ich hab jetzt keine Lust das neu zu formulieren. ;-)
Mit dem neuen Rechner habe ich jetzt eine viel höhere Auflösung und deshalb mache ich mal einen neuen Screnshot. :-)
Ich finde man kann daran deutlich sehen dass man sich den Desktop ziemlich genau so einstellen kann wie man es möchte. Ich bevorzuge den Window-Manager IceWM, da er sehr schnell arbeitet und meinen ohnehin schon langsamen Rechner nicht noch mehr ausbremst. Anfänger verwenden gerne KDE, das ist ungefähr so wie Windows XP, aber leider auch genauso langsam wenn man einen schwachen Rechner hat.
Das tolle bei IceWM: Man kann mit der Maus nichts "aus versehen" verstellen. Die ganzen Optionen befinden sich in Konfigurationsdateien die man mit einem Editor bearbeiten kann. Damit kann man sich nicht einfach mal so Programme aus dem Menü herausziehen, obwohl man das gar nicht möchte. Wenn man ein neues Programm installieren will, muss man nur eine zusätzliche Zeile in die Konfigurationsdatei eintragen. Das geht eigentlich sehr einfach.
Hier eine Liste der wichtigsten Anwendungsprogramme, die ich auf meinem Rechner benutze.
Hier gibt es viele E-Mail-Adressen